US-Präsidentschaftswahlen 2020

Der Demokrat Joe Biden ist zum 46. Präsidenten der USA gewählt worden.
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Das Wichtigste in Kürze

Der 77-jährige Demokrat Joe Biden ist zum 46. Präsidenten der USA gewählt worden. Kamala Harris (56) wird erste Vizepräsidentin.

Der Republikaner Donald Trump (74) muss sein Amt nach einer Amtszeit abgeben. Er machte sofort deutlich, dass er sich in die Niederlage nicht fügen will. Damit stehen den Vereinigten Staaten nach einem beispiellos harten Wahlkampf weitere schwierige Wochen bevor.

Die Berichterstattung im Liveblog ist beendet.
Updated 7. November 2020 19:42
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Einige Eindrücke aus den USA nach Bekanntgabe des Resultats

Freude in Philadelphia, Pennsylvania
Freude in Philadelphia, Pennsylvania  
Freude in Philadelphia, Pennsylvania
Freude in Philadelphia, Pennsylvania  
Updated 7. November 2020 19:50
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Joe Bidens erster präsidialer Tweet

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Tweet von Vizepräsidentin Kamala Harris

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Reaktionen von Barack Obama und den Clintons auf Twitter

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Um 17.30 Uhr wird nach langem Warten klar:

Joe Biden gewinnt US-Präsidentschaftswahl

Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat nach Angaben von Medien die Wahl gewonnen. Die Sender CNN, NBC, CBS und ABC riefen den früheren Vizepräsidenten am Samstag zum Sieger des umkämpften Duells mit Amtsinhaber Donald Trump aus. Biden gewann demnach den Schlüsselstaat Pennsylvania mit seinen 20 Wahlleuten - und damit auch die gesamte Wahl.

Den US-Sendern zufolge kommt Biden auf mindestens 273 Wahlleute. Für einen Wahlsieg braucht er 270. Der 77-Jährige wird damit der 46. Präsident der US-Geschichte - und zugleich auch der älteste in der Geschichte des Landes.

Trump hatte schon im Vorfeld angekündigt, das Wahlergebnis mit juristischen Mitteln anfechten und dabei bis vor den Obersten Gerichtshof ziehen zu wollen. Der Präsident spricht ohne jeden Beleg von massivem Wahlbetrug, mit dem die Demokraten ihm die Wahl "stehlen" wollten.

Die Erfolgsaussichten von Klagen des Trump-Teams gelten aber als gering. Auch in den eigenen Reihen ist Kritik an den Äusserungen des Präsidenten laut geworden, weil er mit dem Wahlsystem einen der zentralen Pfeiler der US-Demokratie angreift. Trump hat aber zuletzt keine Anstalten gemacht, das Weisse Haus kampflos aufzugeben. Seine Amtszeit läuft noch bis zum 20. Januar. Dann soll Biden als neuer Präsident vereidigt werden.

Updated 7. November 2020 19:54
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Viele Schwarze und Latinos haben für Biden gestimmt.
Viele Schwarze und Latinos haben für Biden gestimmt.  

Biden viel Zuspruch bei Schwarzen und Latinos

Besonders stark fiel der Zuspruch für Biden bei Schwarzen und Latinos aus. Laut der Umfragen sagten neun von zehn schwarzen Wählerinnen, sie hätten für Biden gestimmt, sowie acht von zehn schwarzen Wählern. Bei Latinos stimmten demnach sieben von zehn Wählerinnen für Biden, sowie sechs von zehn Wählern. Auch mehr als die Hälfte der weissen Wählerinnen hat laut Exit Polls für Biden gestimmt.

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Männer wählten ausgeglichen Trump und Biden

Nach vorläufigen Exit Polls vom Institut Edison Research haben die männlichen Wähler bei der Präsidentschaftswahl relativ ausgeglichen halb-halb Biden und Trump gewählt. Damit habe Trump seinen deutlichen Vorsprung bei männlichen Wählern bei der Wahl 2016 nicht halten können und der Gender-Gap zwischen weiblichen und männlichen Wählern habe sich verringert.

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Joe Biden und Kamala Harris an einem Auftritt während des Wartens auf die noch offenen Resultate in in Wilmington, Delaware.
Joe Biden und Kamala Harris an einem Auftritt während des Wartens auf die noch offenen Resultate in in Wilmington, Delaware.  

Frauen wählten mehrheitlich Biden

Bei der US-Präsidentenwahl am Dienstag haben die Wählerinnen wie erwartet mehrheitlich für den demokratischen Herausforderer Joe Biden gestimmt. Allerdings dürfte der Vorsprung von Biden und seiner Vizepräsidentschaftskandidatin Kamala Harris bei den Frauen nicht so gross gewesen sein, wie im Vorfeld des Urnengangs bei Umfragen erwartet, berichtet die "Washington Post" (Samstagsausgabe).

Der laut den vor der Wahl getätigten Umfragen erwartete Vorsprung Bidens von mehr als 20 Prozentpunkten bei der weiblichen Wählerschaft auf den Amtsinhaber Donald Trump habe sich nicht realisiert. Stattdessen liege das Duo Biden/Harris bei den Frauen in etwa so weit vorne wie Hillary Clinton 2016 oder Barack Obama 2012, die beide bei den Wählerinnen mit mehr als 10 Prozentpunkten Vorsprung gegenüber dem jeweiligen republikanischen Kandidaten vorne lagen.

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Während des Wartens zur Auflockerung ein paar humoristische Einlagen zu den US-Wahlen, ohne oder mit wenig Wahrheitsgehalt


Die Sache mit den visualisierten Informationen.
Die Sache mit den visualisierten Informationen.  
Trump ändert seinen Namen zu Joe Biden, um doch noch als Sieger aus den Wahlen hervorzugehen.
Trump ändert seinen Namen zu Joe Biden, um doch noch als Sieger aus den Wahlen hervorzugehen.  
Die Freiheitsstatue hatte einen klaren Favoriten bei der Wahl.
Die Freiheitsstatue hatte einen klaren Favoriten bei der Wahl.  
Mit der Zeit wurde es ihr aber auch langsam zu bunt.
Mit der Zeit wurde es ihr aber auch langsam zu bunt.  
Updated 7. November 2020 12:09
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Ein paar Stimmungsbilder aus den USA

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Biden ist auf Kurs, die Präsidentenwahl für sich zu entscheiden

Im wichtigen Bundesstaat Georgia ist der Vorsprung von Joe Biden im Rennen um das Weisse Haus noch ein Stück grösser geworden. Zum Stand 9.00 Uhr MEZ am Samstag lag der Demokrat um 7248 Stimmen vor Amtsinhaber Donald Trump, wie der TV-Sender CNN unter Berufung auf Zahlen der Wahlbehörde berichtete.

Es war ein deutlicher Zuwachs im Vergleich zu den 4430 Stimmen Vorsprung wenige Stunden zuvor.

Angesichts des engen Rennens ist in Georgia eine Neuauszählung sehr wahrscheinlich. Der wachsende Abstand ist für Biden ein gutes Zeichen, dass er auch danach noch vorn liegen kann.

Biden hatte in Georgia einen Vorsprung Trumps von zeitweise rund 300 000 Stimmen aufgeholt. Wenn der Demokrat in dem Bundesstaat gewinnt, kann Trump nicht mehr die für einen Sieg nötige Marke von 270 Wahlleuten erreichen.

Biden ist auf Kurs, die Präsidentenwahl für sich zu entscheiden. Wenn er in Arizona oder Georgia gewinnt, braucht er nur noch einen weiteren Bundesstaat. Pennsylvania mit seinen 20 Wahlleuten könnte Biden sogar direkt den Sieg bringen. Trump wirft den Demokraten ohne Beleg vor, ihn durch Betrug um den Sieg gebracht zu haben und droht mit einer Klagewelle gegen die Wahlergebnisse.

Updated 7. November 2020 09:37
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Biden verspricht als Wahlfavorit mehr Einheit in Amerika

Vor seinem wahrscheinlichen Sieg bei der Wahl in den USA hat der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden die Amerikaner zur Einheit aufgerufen.

"Wir mögen Gegner sein, aber wir sind keine Feinde", betonte Biden, während noch die letzten Stimmen nach der Präsidentenwahl ausgezählt wurden. Es sei an der Zeit, den Zorn abzulegen und gemeinsam als eine Nation zu heilen. Biden liegt in wichtigen Bundesstaaten vorn und ist damit auf dem Weg zum Sieg.

Biden zeigte bei seinem Auftritt in der Nacht zum Samstag wenig Zweifel an seinem Sieg. "Wir werden dieses Rennen mit einer klaren Mehrheit und der Nation hinter uns gewinnen", sagte er in seinem Wohnort Wilmington.

Joe Biden liegt gut im Rennen um die Präsidentschaft der USA.
Joe Biden liegt gut im Rennen um die Präsidentschaft der USA.  
Updated 7. November 2020 09:18
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Wie lange bei der US-Wahl noch ausgezählt wird

In den USA lässt das Ergebnis der Präsidentenwahl immer noch auf sich warten. Es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Amtsinhaber Donald Trump von den Republikanern und seinem Herausforderer Joe Biden von den Demokraten. Um in das Weisse Haus einziehen zu können, werden 270 Wahlleute benötigt. Derzeit kommt Biden auf 253, Trump auf 214.

In fünf US-Staaten wird auch Tage nach der Wahl noch gezählt. Das Wahlrecht ist in den einzelnen Staaten unterschiedlich. Im Folgenden ein Überblick über die Lage:

PENNSYLVANIA (20 Wahlleute)

Biden führt laut dem Datenanbieter Edison Research in dem Schlüsselstaat nach Auszählung von 96 Prozent der Stimmen mit 28.833 Stimmen. Damit liegt er 0,5 Prozentpunkte vor Trump. Laut Wahlrecht in Pennsylvania wird automatisch neu gezählt, wenn der Abstand bei 0,5 Prozentpunkten oder darunter liegt. Noch am Freitag durften Briefwahlzettel für die Zählung angenommen werden, die einen Poststempel vom Wahltag (3. November) oder davor haben. Die Wahlleitung erklärte, dass die endgültige Auszählung noch Tage dauern könnte. Der Oberste Gerichtshof wies Pennsylvania am Freitag an, Briefwahlstimmen, die am Wahltag nach 20.00 Uhr (Ortszeit) eingegangen sind, von den anderen Stimmzetteln zu trennen.

GEORGIA (16 Wahlleute)

Biden hat Edison Research zufolge einen Vorsprung von 4.395 Stimmen. Ausgezählt sind 99 Prozent. Trump muss sowohl in Pennsylvania als auch in Georgia gewinnen, um die Wahl noch für sich entscheiden zu können. Da der Abstand nur bei einigen Tausend Stimmen liegt, ist Staatssekretär Brad Raffensberger zufolge eine Neuauszählung wahrscheinlich. Dies geht aber erst nach Bestätigung des Wahlergebnisses. Damit wird bis spätestens 20. November gerechnet.

ARIZONA (11 Wahlleute)

Biden kommt Edison Research zufolge auf 49,6 Prozent und Trump auf 48,7 Prozent - das entspricht einem Vorsprung von 29.861 Stimmen. Ausgezählt sind 97 Prozent der Wahlzettel, es fehlen noch 173.000. Darunter sind mehr als 40.000 provisorische Wahlzettel. Bei ihnen muss zunächst überprüft werden, ob eine Wahlberechtigung vorliegt und die Stimmen zugelassen werden können. Mit einer Auszählung dieser Zettel sei nicht vor Mittwoch zu rechnen, sagte Staatssekretärin Katie Hobbs CNN.

NEVADA (6 Wahlleute)

Die örtlichen Behörden rechnen damit, dass die Mehrheit der Briefwahlzettel bis Sonntag ausgezählt sein dürfte. Biden führt Edison Research zufolge mit 22.657 Stimmen oder 1,8 Prozentpunkten. Ausgezählt sind etwa 93 Prozent der Stimmen.

NORTH CAROLINA (15 Wahlleute)

Mit einem endgültigen Ergebnis ist nicht vor nächster Woche zu rechnen. Briefwahlzettel mit einem Poststempel bis zum Wahltag dürfen gezählt werden, sofern sie bis zum 12. November eingehen. Bisher sind 98 Prozent der Stimmen ausgezählt. Hier führt Trump mit 76.515 Stimmen oder 1,6 Prozentpunkten.

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Der Stand der Auszählung um 21.30 Uhr MEZ 
PENNSYLVANIA: Biden lag gut 13'600 Stimmen vor Trump. Rund 100'000 Stimmen standen noch aus, allerdings hatte Biden bei den jüngsten Aktualisierungen seine Position konstant verbessern können. Noch am Freitag sollte mit der Auswertung von bis zu 30'000 abgegebenen Stimmen begonnen werden, bei denen die Daten nachkontrolliert werden müssen.

GEORGIA: In Georgia lag Biden zuletzt etwa 1600 Stimmen vor Trump. Experten erwarteten, dass die noch ausstehenden Stimmen diesen Vorsprung vergrössern. Rund 8200 Briefwahlstimmen lagen noch vor, ausserdem standen auch hier einige tausend Stimmen zur Überprüfung an. Bei 8400 Stimmen, die an Militärs nach Übersee verschickt worden waren, war unklar, wie viele davon noch zurück auf dem Weg an die Wahlleiter waren. Ausserdem wurde eine voraussichtliche Nachzählung angekündigt.

ARIZONA: In Arizona ist Bidens Vorsprung leicht geschrumpft auf knapp 41'000 Stimmen. Etwa 220'000 Stimmen standen noch zur Auszählung an. In welchem Takt neue Ergebnisse verkündet würden, war unklar. Zuletzt hatte Trump nur langsam seinen Rückstand aufgeholt.

NEVADA: In Nevada hat Biden seinen Vorsprung auf Trump nahezu verdoppelt, auf gut 20'100 Stimmen. Hier gingen Wahlkommentatoren nicht davon aus, dass sich durch noch ausstehende Stimmen etwas an dieser Mehrheit ändern würde, weil diese vor allem aus Las Vegas stammen. Dort sind die Demokraten stark.

ALASKA: In Alaska hat Trump nach vorläufigem Stand gemäss dem TV-Sender CNN rund doppelt so viele Stimmen wie Biden auf dem Konto. Allerdings sind erst etwa 47 Prozent der Stimmen ausgezählt.
Rund 1600 Stimmen trennen Biden und Trump im umkämpften Georgia.
Rund 1600 Stimmen trennen Biden und Trump im umkämpften Georgia.   credit: CNN

Updated 6. November 2020 21:49
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Trump spricht erneut von "illegalen Stimmen"

US-Präsident Donald Trump hat am Freitag erneut den Vorwurf erhoben, dass nach der Präsidentschaftswahl "illegale Stimmen" gezählt würden. Von Anfang an habe er gesagt, dass nur "legale Stimmen" für das Ergebnis berücksichtigt werden dürften. "Aber wir sind bei diesem grundlegenden Prinzip auf Widerstand von Seiten der Demokraten gestossen", erklärte Trump in einer schriftlichen Mitteilung.

Es gehe um die Integrität des gesamten Wahlprozesses. Trump kündigte erneut an, alle rechtlichen Mittel nutzen zu wollen. An das amerikanische Volk gerichtet fügte er hinzu: "Ich werde niemals aufgeben, für euch und unsere Nation zu kämpfen." 

Seit der Wahlnacht hat Trump mehrfach behauptet, es gebe Wahlbetrug, ohne Beweise dafür zu nennen.

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Nancy Pelosi: "Glücklicher Tag für unser Land"

Nancy Pelosi, die Sprecherin des US-Repräsentantenhauses, rechnet mit einem Sieg des Demokraten Joe Biden. 

Schon bald werde man Biden nicht mehr als Vizepräsidenten, sondern als gewählten Präsidenten bezeichnen, sagte die Demokratin Pelosi vor Medienleuten. "Das ist ein glücklicher Tag für unser Land, weil Joe Biden einer ist, der vereint", betonte die 80-Jährige. "Der gewählte Präsident Biden hat ein starkes Mandat, um zu führen."

Bei den Kongresswahlen hatte Pelosi ihren Sitz in Kalifornien überzeugend verteidigt. 

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Biden will Ansprache an die Nation halten

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden will sich am Freitagabend (Ortszeit) in einer Ansprache an die Nation wenden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur von einem Sprecher von Bidens Wahlkampfteam. 

Der 77-Jährige steht kurz vor einem Sieg, nachdem er zuletzt seinen Vorsprung in wichtigen Staaten wie Pennsylvania und Nevada über Amtsinhaber Donald Trump vergrössert hatte. Biden hat sich seit der Wahl bereits drei Mal an das amerikanische Volk gewendet und angesichts der laufenden Auszählung zu Geduld aufgerufen.

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Biden baut Vorsprünge in Nevada und Pennsylvania aus

In der Wahlschlacht ums Weisse Haus hat der demokratische Kandidat Joe Biden seinen knappen Vorsprung in zwei wichtigen Staaten weiter ausgebaut. 

Der ehemalige Vizepräsident lag während der Auszählung in Nevada am Freitag mit mehr als 20'000 Stimmen vor Präsident Donald Trump. In Pennsylvania betrug der Abstand über 9000 Stimmen. Beide Auszählungen sind fast zu Ende. In Pennsylvania sind 20 Wahlleute zu vergeben, in Nevada sechs.

Siegt Biden in Pennsylvania, hat er die Wahl gewonnen. Auch bei einem Erfolg in Nevada würde es nach Prognosen der Nachrichtenagentur AP und des TV-Senders Fox News für die Mehrheit von 270 Stimmen reichen, weil sie bereits das umstrittene Arizona Biden zugeschlagen hatten. Andere Medien hielten sich mit einer Prognose zu Arizona noch zurück.

Donald Trump liegt in Pennsylvania mehr als 9000 Stimmen hinter Joe Biden zurück.
Donald Trump liegt in Pennsylvania mehr als 9000 Stimmen hinter Joe Biden zurück.   credit: CNN
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Die Sicht des Karikaturisten Patrick Chappatte in der Zeitung "Boston Globe": 
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Trump verringert Abstand in Arizona
In Arizona liegt der Demokrat Joe Biden nach Auszählung von 92 Prozent der Wählerstimmen bei 50,0 Prozent. Der amtierende US-Präsident Donald Trump kommt auf 48,6 Prozent und verringert damit den Abstand. Biden liegt damit noch mit knapp 43'600 Stimmen vor dem Republikaner Trump.

Die Nachrichtenagentur AP hat Arizona schon früh Biden zugeschlagen, während gemäss CNN und NBC der Ausgang der Wahl in Arizona noch offen ist.

Quelle: Datenanbieter Edison Research, zitiert von der Nachrichtenagentur Reuters
Anhänger von Trump demonstrieren in Phoenix.
Anhänger von Trump demonstrieren in Phoenix.  
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Wahlleiter: Wählerstimmen in Georgia werden neu ausgezählt

Im US-Bundesstaat Georgia werden die Stimmen nach der Präsidentschaftswahl wegen des extrem knappen Ausgangs neu ausgezählt. "Mit so einer geringen Differenz wird es in Georgia eine Neuauszählung geben", sagte Wahlleiter Brad Raffensperger am Freitag in Georgias Hauptstadt Atlanta.

Zuletzt hatte Präsidentschaftskandidat Joe Biden in dem konservativen Südstaat mit hauchdünner Mehrheit vor Amtsinhaber Donald Trump gelegen.
Updated 6. November 2020 17:01
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Trumps Team rechnet weiter mit Wiederwahl des Präsidenten

Das Wahlkampfteam von US-Präsident Donald Trump hat sich am Freitag weiter optimistisch gezeigt. Nachdem Herausforderer Joe Biden in vier noch offenen Bundesstaaten in Führung lag, erklärte der Leiter der Rechtsabteilung von Trumps Team, Matt Morgan: "Diese Wahl ist nicht vorbei."

Die Prognosen von Wahlsiegen Bidens in Pennsylvania, Georgia, Nevada und Arizona beruhten auf Ergebnissen, die noch lange nicht vollständig seien. "Sobald die Wahl abgeschlossen ist, wird Präsident Trump wiedergewählt sein", so Morgan.

Updated 6. November 2020 17:13
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Das Newsportal tagesanzeiger.ch kommentiert die US-Wahlen am Freitagnachmittag wie folgt:

"Noch steht ein Ergebnis nicht fest, am Horizont aber zeichnen sich das Ende der Präsidentschaft Donald Trumps sowie die Einschwörung des Demokraten Joe Biden als neuen amerikanischen Präsidenten im Januar 2021 ab." (...)

"Einen Exorzismus der bösen Geister, die Trump rief, hat diese Wahl jedoch nicht geleistet. Eine Reinigung des politischen Systems, die doch so bitter nötig gewesen wäre, steht aus. Darin manifestiert sich gleichermassen ein profundes Versagen der Demokratischen Partei wie auch die traurige Tatsache, dass die republikanische Basis offensichtlich gewillt ist, antidemokratisches und autoritäres Benehmen trotz des beträchtlichen Schadens für Staat und Gesellschaft zu dulden oder gar zu unterstützen, solange es der Machterhaltung dient." (...)

"Für die Zukunft des amerikanischen Gemeinwesens bedeutet all dies nichts Gutes: Die Polarisierung wird sich vertiefen, die Entfremdung der beiden Lager voneinander zunehmen."

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Auszählungen in Nevada und Arizona weiter sehr langsam

Bei der Präsidentenwahl in den USA kommt die Auszählung der Stimmen in den Gliedstaaten Nevada und Arizona weiter nur langsam voran. Präsidentschaftskandidat Joe Biden lag in beiden Rennen knapp vor Amtsinhaber Donald Trump, doch die Stimmen gingen am Freitag nur in kleinen Tranchen ein.

Im Laufe des Tages wird mit neuen Ergebnissen gerechnet. Bisher hat noch kein Medium einen Sieger in Nevada ausgerufen. Arizona hatten die Nachrichtenagentur AP und der TV-Sender Fox News bereits Biden zugerechnet. Andere Medien hielten sich noch zurück.


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Biden liegt in Auszählung zur US-Präsidentschaftswahl deutlich vorn

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat bei der Stimmenauszählung in vier der fünf noch offenen US-Staaten die Führung übernommen. Am Freitag lag er nach amtlichen Zahlen erstmals auch in Pennsylvania vorn. Sollte sich dieser Trend verfestigen, könnte Biden im Weissen Haus die Nachfolge von Präsident Donald Trump übernehmen.
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Gemäss CNN hat Joe Biden Donald Trump nun auch in Pennsylvania überholt
credit: CNN
Bei der Auszählung der Stimmen zur US-Präsidentschaftswahl im Schlüsselstaat Pennsylvania hat Herausforderer Joe Biden am Freitag die Führung übernommen. Bei einem Auszählungsstand von etwas mehr als 95 Prozent führte Biden mit 5587 Stimmen vor Amtsinhaber Donald Trump. Damit liegt der Demokrat nun in vier von fünf noch umkämpften Staaten vorn.
Updated 6. November 2020 15:06
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94 Prozent ausgezählt in Pennsylvania

In dem für die Wahl wichtigen Bundesstaat Pennsylvania schrumpft der Vorsprung von Trump laut Edison Research in der laufenden Zählung weiter. Trump sei auf 49,8 Prozent abgerutscht und damit unter 50 Prozent, teilt der Datenanbieter mit. Biden liege nun bei 48,9 Prozent. Ausgezählt seien bislang 94 Prozent der Stimmen.

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Pennsylvania vor Ende der Auszählung - Trumps Vorsprung schwindet

Die Auszählung der Wahlstimmen im Schlüsselstaat Pennsylvania ist am Freitag zügig vorangekommen. Die Zahl der noch nicht erfassten Briefwahlstimmen konnte am Freitag nach Angaben der Behörden um rund die Hälfte auf 160 000 verringert werden.

Darunter waren noch gut 58 000 aus der Millionenstadt Philadelphia und 36 500 aus dem Bezirk Allegheny mit der Stadt Pittsburgh.

Bei einem Auszählungsstand von etwa 95 Prozent hatte am Freitagmorgen (Ortszeit) aber Amtsinhaber Donald Trump noch äusserst knapp die Nase vorn. Bei einem Vorsprung von 18 050 Stimmen kam Trump bei diesem Zwischenstand auf 49,5 Prozent, Biden auf 49,2 Prozent.

Zu vergeben sind 20 Wahlleute. Bekommt Biden diese, gewinnt er die Präsidentenwahl.
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Knapp ist das Rennen auch in Pennsylvania


Amtsinhaber Donald Trump hat die Nase in Pennsyilvania zwar noch leicht vorn, Joe Biden konnte aber auch hier in den vergangenen Tagen viel Boden gut machen.

Sollte Joe Biden den Staat gewinnen, hat das Warten ein Ende: Er hätte genug Wahlleute, um der nächste Präsident der USA zu werden.
credit: CNN
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Auszählung in Georgia auf der Zielgeraden

In Georgia ist die Auszählung fast vollständig - es könnten aber noch einige Tausend Stimmen unter anderem von Militärangehörigen hinzukommen. Biden hatte Trump im Verlauf des Freitagmorgens (MEZ) überholt.
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Joe Biden ist in Georgia auf der Überholspur

Die Anhänger freuts: Joe Biden hat in Georgia Donald Trump überholt.
Die Anhänger freuts: Joe Biden hat in Georgia Donald Trump überholt.  
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Ohne Georgia kommt Trump nicht auf nötige Zahl

Gelingt es Biden, im Gliedstaat Georgia mit 16 Wahlleuten an der Spitze zu bleiben, könnte es eine entscheidende Entwicklung sein.

Denn ohne Georgia kommt Präsident Donald Trump nicht auf die für einen Wahlsieg nötige Zahl von 270 Wahlleuten - selbst wenn er sich in allen noch offenen Gliedstaaten durchsetzt. Offen sind auch noch die Rennen in Alaska, Arizona, Nevada, North Carolina und Pennsylvania.

Am frühen Freitagmorgen (Ortszeit) lag der ehemalige Vizepräsident Biden in Georgia Wahldaten zufolge zeitweise mit 917 Stimmen vor Trump, wie unter anderem der Sender CNN berichtete.

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While Waiting etwas zur Auflockerung

Der Mann an der Zauberwand: CNN-Wahlerklärer John King

Seit Beginn des Wahlkrimis in den USA entwickelt sich ein Mann mit amerikanischem Allerweltsnamen auch auf den Schweizer Bildschirmen zu einem vertrauten Gesicht: der Wahlerklärer des Fernsehsenders CNN, John King.

Der 59-Jährige steht seit Tagen an der sogenannten Magic Wall, der elektronischen Zauberwand mit der Landkarte der amerikanischen Bundesstaaten, und rattert mit enormer Zuverlässigkeit Zahlen und Analysen herunter.

Aus aller Welt gibt es dafür Applaus. Selbst auf Twitter - ansonsten oft genug Platz für wilde Auseinandersetzungen - ist die Stimmung klar pro King. "Ich weiss zwar nicht viel über Politik, aber John King ist eine absolute Maschine!", kommentierte ein englischsprachiger Nutzer. Ein anderer schrieb: "John King ist wirklich gut in seinem Job."

Die USA kennt King bis ins kleinste Detail. Sein Finger trifft auf der Anzeigewand die winzigsten Flecken. Dabei erläutert er aufs Genaueste, welchen Einfluss Einwohner- und Wohnstruktur auf das Wahlverhalten haben. Immer wieder erlaubt er sich aber auch kleine Spitzen - eine angenehme Prise Humor in diesen Tagen.

Auch wenn die Wahl so umstritten ist wie selten zuvor: Den Wahlerklärer von CNN sehen viele schon als klaren Gewinner.

Der CNN-Moderator John King führt die Zuschauerinnen und Zuschauer gekonnt durch das lange Warten auf das Ergebnis. (Archivbild)
Der CNN-Moderator John King führt die Zuschauerinnen und Zuschauer gekonnt durch das lange Warten auf das Ergebnis. (Archivbild)  
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Biden übernimmt Führung bei Auszählung in Georgia


Das HQ des Decision Desk liefert jeweils detaillierte Daten sowie unparteiische Wahlnachrichten und Analysen
Updated 6. November 2020 10:36
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Der Secret Service hat den Schutz von Joe Biden verstärkt. Hier eine übliche Szene beim Aussteigen aus dem Auto in Scranton, Pennsylvani.
Der Secret Service hat den Schutz von Joe Biden verstärkt. Hier eine übliche Szene beim Aussteigen aus dem Auto in Scranton, Pennsylvani.  

Biden erhält mehr Schutz vom Secret Service

Der Secret Service entsendet einem Medienbericht zufolge zusätzliche Mitarbeiter zum Schutz des US-Präsidentschaftskandidaten Joe Biden in den Bundesstaat Delaware.

Dem Bericht zufolge sind bereits Dutzende Mitarbeiter des Secret Service im Kongresszentrum Chase Center im Einsatz, wo sich Biden mit seinem Team einquartiert hat.

Biden werde sich mindestens noch einen weiteren Tag in der Stadt Wilmington aufhalten und möglicherweise bereits am Freitag eine grosse Rede halten, berichtete die "Washington Post" in der Nacht zum Freitag (Ortszeit) unter Berufung auf zwei ungenannte Quellen. Dies habe Bidens Wahlkampfteam der Behörde mitgeteilt.

Die Anzahl der in Wilmington abgestellten Mitarbeiter entspricht demnach aber nicht dem Schutz, der einem designierten Präsidenten zusteht. Eine Sprecherin des Secret Service erklärte, man werde sich nicht öffentlich zu den Sicherheitsvorkehrungen äussern.
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Biden nähert sich weiter dem Wahlsieg

Am dritten Tag nach der US-Präsidentenwahl rückt mit der Auszählung der verbliebenen Stimmen ein Wahlsieg des Herausforderers Joe Biden näher.

In Pennsylvania sank der Vorsprung des Amtsinhaber Donald Trump am frühen Freitagmorgen (Ortszeit) auf rund 22 500 Stimmen. Trump ging in Pennsylvania zunächst in Führung, zeitweise mit einem Vorsprung von gut 700 000 Stimmen. 

In Georgia lag Trump noch gut 1200 Stimmen vor Biden. Georgia bringt 16 Wahlleute. Ob ein Erfolg dort für Bidens Sieg reicht, hing noch von der weiteren Entwicklung in Arizona ab. Der Bundesstaat mit elf Wahlleuten wurde von der Nachrichtenagentur AP und dem Sender Fox News nach deren Berechnungen bereits Biden zugeschlagen. Biden käme damit auf 264 Stimmen von Wahlleuten - und jeder weitere Bundesstaat würde ihn über die Schwelle heben.

Vor allem Pennsylvania mit seinen 20 Wahlleuten könnte eine entscheidende Rolle spielen. Der Sieg in dem Bundesstaat würde Biden direkt über die Marke von 270 Wahlleuten heben, die man für den Sieg bei der Präsidentenwahl braucht.

Am Donnerstag holte Trump in Arizona tendenziell zu Biden auf. In der Nacht zum Freitag vergrösserte sich dann Bidens Vorsprung aber wieder etwas auf gut 50 000 Stimmen. AP und Fox News behielten ihre Prognose aufrecht.

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Georgia: Trump und Biden praktisch gleichauf

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Einige internationale Pressestimmen nach der Nacht:

"The Guardian" (London):

"Donald Trumps berechnende Schamlosigkeit, mit der er in seiner Reaktion auf die Wahl Fakten und Anstand missachtet, lässt vermuten, dass auch die kommenden Tage und Wochen böse, bitter und explosiv sein werden. Selbst wenn Joe Biden letztendlich im Jänner als Präsident ins Weisse Haus einziehen sollte, wird er sich sofort mit einer hartnäckigen Opposition konfrontiert sehen. Am Obersten Gerichtshof ist die konservative Mehrheit kürzlich verstärkt worden. Und es wird nun auch einen Senat geben, der für sich beansprucht, das Mandat zum Querstellen zu haben."

"The Times" (London):

"Er hat bereits den Wunsch signalisiert, Amerikas Führungsrolle auf der Weltbühne wiederherzustellen, den multilateralen Institutionen, die Trump aufgegeben hat, wieder beizutreten und internationale Vereinbarungen wie das Pariser Klimaabkommen und den Atomdeal mit dem Iran wiederherzustellen. Er will die Beziehungen zu demokratischen Verbündeten, insbesondere Frankreich und Deutschland, wiederbeleben. Und er hat sich für eine neue 'D10'-Gruppe demokratischer Nationen ausgesprochen, um der Aggressivität Chinas entgegenzuwirken und zugleich Trumps Bemühungen zurückzuweisen, das autoritäre Russland zu umarmen.

Niemand kann sich Illusionen über das Ausmass der Aufgabe machen, am wenigsten Joe Biden selbst. Amerika war schon vor Trump ein stark geteiltes Land. Aber ein neuer demokratischer Präsident, den ein republikanischer Senat im Zaum hält, der nicht mehr von Trump geknechtet wird, könnte Amerika und der Welt die bestmögliche Chance bieten, einen Schlussstrich unter vier turbulente Jahre zu ziehen."

"Iswestija" (Moskau):

"Was sind die Gründe für einen möglichen Sieg von Joe Biden? Dazu zählt zweifellos die schlimme Lage rund um das Coronavirus, an dem bereits mehr als 200.000 Amerikaner gestorben sind. Diese Situation führte zu einem starken Rückgang der Wirtschaft im Land. Donald Trumps halb verächtliche Haltung gegenüber den Empfehlungen von Virologen ist zweifellos für die Gesundheitskrise des Landes verantwortlich. Mit seiner Haltung zeigte er deutlich, dass er nicht in der Lage war, denen zuzuhören, deren Meinung er nicht teilt. Diejenigen, die das Thema zur Sprache brachten, wurden bestenfalls ignoriert und im schlimmsten Fall öffentlich beleidigt."

"De Standaard" (Brüssel):

"Es ist offensichtlich, dass Präsident Trump seine Niederlage nicht ertragen kann und alles tun wird, um seinem Gegner das Leben schwer zu machen. Die Chance, dass sich der Präsident wie sein Vorgänger aus dem öffentlichen Leben zurückziehen wird, ist gleich null. Ein Verlierer Trump kann genauso gefährlich sein wie ein Gewinner Trump. Vielleicht noch gefährlicher. (...) Ein Sieg von Joe Biden wäre in jeder Hinsicht das beste Wahlergebnis. Aber noch besser wäre es, wenn die amerikanische Politik in ruhiges Fahrwasser gelangen könnte, ohne die extreme Polarisierung und die gegenwärtige giftige Atmosphäre. Die Wahrscheinlichkeit dafür scheint allerdings sehr gering zu sein. Das gibt der Wahl einen bitteren Beigeschmack. Selbst wenn Biden siegen sollte."

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US-Notenbank hält zunächst still

Inmitten der Hängepartie um den Ausgang der US-Wahl bereitet die US-Notenbank Fed den Boden für neue Konjunkturhilfen. Sie beliess den Leitzins am Donnerstag (Ortszeit) in der Spanne von null bis 0,25 Prozent.

Gleichzeitig hielt sich die Fed die Tür für neue Nothilfen in der Coronavirus-Pandemie offen. Fed-Chef Jerome Powell sagte, die Währungshüter hätten ihr milliardenschweres Anleiheprogramm analysiert und breit darüber diskutiert.

Sie seien entschlossen, falls nötig mit "kraftvollen Instrumenten" die von der Krise hart getroffene Wirtschaft noch stärker zu stützen. Dauer, Umfang und Zusammensetzung des Kaufprogramms könne bei Bedarf angepasst werden. An den Finanzmärkten war nicht mit einer Kursänderung gerechnet worden.

Updated 6. November 2020 07:11
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Das Warten auf das Wahlresultat in Bildern:
Kundgebung vor dem Wahlzentrum in Philadelphia.
Kundgebung vor dem Wahlzentrum in Philadelphia.  
Trumps Anhänger sprechen von Wahlbetrug.
Trumps Anhänger sprechen von Wahlbetrug.  
Jede Stimme muss zählen: Unterstützer von Biden.
Jede Stimme muss zählen: Unterstützer von Biden.  
Trump-Unterstützer auf der Strasse in Florida.
Trump-Unterstützer auf der Strasse in Florida.  
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Der Stand vom frühen Freitagmorgen:

PENNSYLVANIA (20 Wahlleute):

Der Vorsprung für Trump schrumpft in dem umstrittenen Bundesstaat mit der Auszählung von Briefwahlstimmen. Biden holt auf. Zuletzt betrug sein Rückstand auf Trump gut 26'000 Stimmen. Die 20 Wahlleute von Pennsylvania könnten Biden den Sieg bringen.

NORTH CAROLINA (15 Wahlleute):

Auch in dem Ostküsten-Staat gibt es noch keine Entscheidung. Bei einem Auszählungsstand von schätzungsweise 95 Prozent lag Trump mit 50,0 Prozent vor Biden (48,6 Prozent). In North Carolina werden auch noch Briefwahlstimmen gezählt, die bis zum 12. November eingehen.

GEORGIA (16 Wahlleute):

In dem Südstaat gibt es ein denkbar enges Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Trump und Biden. Zuletzt lag Biden noch knapp 1800 Stimmen hinter Trump. Gewinnt Biden Georgia, muss er noch einen weiteren Bundesstaat auf sicher haben.

NEVADA (6 Wahlleute):

In Nevada führte Biden mit 49,5 Prozent der Stimmen knapp vor Trump (48,5 Prozent). Biden lag dort nach Auszählung von etwa 87 Prozent der Stimmzettel knapp 12 000 Stimmen vor Trump.

ARIZONA (11 Wahlleute):

In ARIZONA hielt das Trump-Lager am Donnerstag weiter die Hoffnung hoch, das Ergebnis für Biden noch kippen zu können. Die bei der Bekanntgabe von Ergebnissen sehr zurückhaltende AP hatte in Arizona bereits in der Wahlnacht eine Entscheidung für Biden gemeldet, ebenso der TV-Sender Fox. Am Donnerstag führte Biden bei einem Auszählungsstand von 86 Prozent mit 50,5 Prozent vor Trump mit 48,1 Prozent.

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Auszählung in Arizona könnte noch Tage dauern

Die Auszählung der Stimmen im umstrittenen US-Bundesstaat Arizona könnte sich noch bis zum Wochenende hinziehen. Es müssten noch rund 450'000 Stimmen ausgezählt werden, sagte die für die Durchführung der Wahl zuständige Staatssekretärin Katie Hobbs in der Nacht auf Freitag (MEZ) dem Nachrichtensender CNN.

Die meisten Stimmen, nämlich rund 300'000, stehen demnach im Bezirk Maricopa aus, zu dem die Hauptstadt Phoenix gehört.

In Arizona kann der Sieger elf Wahlleute gewinnen. Gemäss der Hochrechnung der Nachrichtenagentur AP geht der Staat an Biden. Gemäss den TV-Sendern CNN und NBC ist Biden zwar in Führung, das Rennen aber noch nicht entschieden. 

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Scharfe republikanische Kritik an Trump

US-Präsident Donald Trump hat sich mit seinem neuen Auftritt im Weissen Haus scharfe Kritik von Mitgliedern seiner eigenen Partei eingehandelt. 

"Es gibt keine Rechtfertigung für die Äusserungen des Präsidenten heute Abend, die unseren demokratischen Prozess untergraben", twitterte der republikanische Gouverneur von Maryland, Larry Hogan.

"Amerika zählt die Stimmen und wir müssen die Ergebnisse respektieren, wie wir es immer getan haben. Keine Wahl oder Person ist wichtiger als unsere Demokratie", fuhr Hogan fort. 

In einem Interview mit dem Sender PBS warf Hogan Trump und dessen Lager vor, mit Warnungen vor der Briefwahl den Boden für das jetzige Vorgehen - das Anzweifeln der Ergebnisse - bereitet zu haben. Hogan ist der Vorsitzende der Nationalen Vereinigung der Gouverneure.

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Vizepräsident Pence bekräftigt Loyalität zu Trump

US-Vizepräsident Mike Pence hat Donald Trump während der laufenden Stimmenauszählung nach der US-Wahl seines Rückhalts versichert. Er stehe an der Seite des Präsidenten, twitterte Pence kurz nach der Pressekonferenz von Trump im Weissen Haus. 

"Wir müssen jede legale Stimme zählen." "Legal" schrieb Pence in Grossbuchstaben. Trumps Chancen auf eine Wiederwahl sind im weiterhin offenen Rennen um das Weisse Haus zuletzt stark geschrumpft. 

Loyal zu Trump: Vizepräsident Mike Pence
Loyal zu Trump: Vizepräsident Mike Pence  
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Greta Thunberg twittert: "So lächerlich"
Updated 6. November 2020 02:29
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Trump sieht sich als legitimer Wahlsieger

US-Präsident Donald Trump sieht sich weiterhin als legitimer Wahlsieger. "Wenn man die legalen Stimmen zählt, gewinne ich mit Leichtigkeit", sagte Trump in der Nacht auf Freitag (MEZ) im Weissen Haus. Es war sein erster öffentlicher Auftritt seit der Wahlnacht. 

"Wenn man die illegalen Stimmen zählt, dann können sie versuchen, uns die Wahl zu stehlen." Trump kritisierte, dass vor der Wahl zu seinem Schaden wissentlich falsche Umfrageergebnisse veröffentlicht worden seien. 

Trump will sich gerichtlich gegen eine Niederlage bei der Präsidentenwahl wehren. "Es wird eine Menge Klagen geben. Wir können nicht zulassen, dass eine Wahl auf diese Weise gestohlen wird", sagte er.

Er hat bislang keine Beweise für seine Behauptungen vorgelegt, wonach es massiven Wahlbetrug gegeben habe. Der Republikaner liegt bei der laufenden Auszählung hinter seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden.

Donald Trump bei seinem Auftritt im Weissen Haus.
Donald Trump bei seinem Auftritt im Weissen Haus.  
Updated 6. November 2020 05:36
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Biden twittert: "Demokratie braucht manchmal etwas Geduld"
Updated 5. November 2020 22:52
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Biden auf Aufholjagd in Pennsylvania

Joe Biden holt im Schlüsselstaat Pennsylvania immer weiter auf. Biden lag am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) nicht einmal mehr 100'000 Stimmen hinter US-Präsident Donald Trump. Gut 24 Stunden vorher hatte er noch einen Rückstand von mehr als 600'000 Stimmen auf Trump gehabt. Etwa 92 Prozent der Stimmen sind ausgezählt.

Biden holt auf, weil in Pennsylvania zunächst die Stimmen vom Wahltag gezählt wurden - und die gingen mehrheitlich an Trump. Die Frühwähler, die eher für Biden gestimmt hatten, wurden erst später ausgewertet. Bei noch Hunderttausenden ausstehenden Stimmen hat Biden die Chance, Trump in diesem wichtigen "Swing State" noch zu überholen. Wenn er das schafft, hat er zusätzliche 20 Wahlleute hinter sich und damit die Wahl gewonnen.

Trump-Anhänger in Philadelphia.
Trump-Anhänger in Philadelphia.  
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Medien: Richterin in Michigan weist Trump-Klage ab

Eine Richterin im US-Bundesstaat Michigan hat laut Medienberichten eine Klage von Präsident Donald Trumps Wahlkampfteam gegen die Stimmauszählung abgewiesen. 

Die Beschwerde über angeblichen Betrug beruhe nur auf Hörensagen und zudem sei die Auszählung bereits abgeschlossen, erklärte Richterin Cynthia Stephens. Das berichteten unter anderem die "New York Times" und die örtliche Zeitung "Detroit Free Press" unter Berufung auf die Anhörung. Eine schriftliche Erklärung der Richterin lag noch nicht vor.

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden konnte sich den Staat Michigan mit einem Vorsprung von rund 150'000 Stimmen sichern.

Auch in Georgia wies ein Richter Medienberichten zufolge eine von Trump angestrengte Klage als grundlos zurück. Trumps Wahlkampfteam hatte geklagt, weil angeblich 53 zu spät per Post eingetroffene Stimmzettel berücksichtigt worden seien. In Georgia zeichnet sich ein extrem knappes Wahlergebnis ab.

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Es ist trotzdem ein doofer Moment für einen Aussenminister, gerade jetzt in Quarantäne geschickt zu werden. Mal schauen, was zuerst zu Ende ist: Meine Quarantäne oder die Auszählung in den USA.

Deutschlands Aussenminister Heiko Maas in der ARD (seit Mittwoch nach einem Kontakt mit einem Corona-Infizierten in Quarantäne)

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Pennsylvania erwartet Ergebnis noch am Donnerstag

In Pennsylvania kann laut der zuständigen Behörde bis Donnerstagabend Ortszeit respektive Freitagmorgen (MEZ) mit einem Ergebnis der Präsidentschaftswahl gerechnet werden. Rund 550'000 Stimmzettel seien noch nicht ausgezählt, sagte Staatssekretärin Kathy Boockvar dem TV-Sender CNN. 

Die meisten der noch ausstehenden Stimmen kommen aus städtischen Gebieten und allein 100'000 aus dem Grossraum der Millionenstadt Philadelphia. Sie gilt als Hochburg der Demokraten. Nach der Auszählung von 92 Prozent der Stimmen lag der Republikaner Donald Trump mit 50,2 Prozent der Stimmen knapp vor dem demokratischen Herausforderer Joe Biden mit 48,5 Prozent.

Noch werden in Philadelphia Stimmen ausgezählt.
Noch werden in Philadelphia Stimmen ausgezählt.  
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Richterin in Michigan weist Trump-Klage ab

Eine Richterin in Michigan weist eine Klage der Anwälte von US-Präsident Donald Trump ab, mit der diese einen Stopp der Stimmen-Auszählung in dem Bundesstaat erreichen wollten. Der Staat wird nach Auszählung von 99 Prozent der Stimmen bereits Trumps Herausforderer Joe Biden zugerechnet.
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Zwei homosexuelle Schwarze im Repräsentantenhaus

Erstmals sind zwei schwarze und offen homosexuell lebende Männer Mitglieder des US-Kongresses. Sie werden ab Januar New York im Repräsentantenhaus vertreten. Beide gehören den Demokraten an. Es sind der Harvard-Absolvent und Anwalt Mondaire Jones und das New Yorker Stadtratsmitglied Ritchie Torres.

Jones und Torres seien in armen Verhältnissen aufgewachsen, schrieb die "New York Times". Jones habe einen Bezirk mit überwiegend wohlhabenden New Yorker Vororten und einem hohen weissen Bevölkerungsanteil für sich entschieden. Torres gewann einen als einkommensschwach geltenden Bezirk, zu dem Teile der Bronx gehören. 

Quelle für Wahlresultat: Nachrichtenagentur AP

Ritchie Torres
Ritchie Torres  
Mondaire Jones
Mondaire Jones  
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Trump klagt auch in Nevada

Das Wahlkampfteam von US-Präsident Donald Trump reicht nach der Wahl nun auch eine Klage im US-Staat Nevada ein. Der Trump-Vertraute und frühere US-Botschafter in Berlin, Richard Grenell, sagte am Donnerstag in Las Vegas, derzeit würden "illegale" Stimmzettel gezählt. Dies sei "inakzeptabel".

Der frühere Generalstaatsanwalt von Nevada, der Republikaner Adam Laxalt, sagte, es gebe Berichte über zahlreiche "Unregelmässigkeiten". So seien Stimmzettel im Namen von Toten abgegeben worden. Ausserdem seien die Stimmen von tausenden Menschen gezählt worden, die während der Corona-Pandemie ihren Wahlkreis verlassen hätten und deswegen dort nicht mehr hätten wählen dürfen.

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Biden ruft Amerikaner zu Geduld auf

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat die Amerikaner angesichts einer noch andauernden Auszählung der Stimmen bei der US-Wahl zu Geduld aufgerufen. "Seid geduldig, Leute. Stimmen werden gezählt, und wir haben ein gutes Gefühl mit Blick darauf, wo wir stehen", schrieb Biden am Donnerstag auf Twitter.

US-Präsident Donald Trump zweifelte dagegen über seinen Twitter-Kanal die Rechtmässigkeit der Auszählung an und forderte ein Ende des "Wahlbetrugs". Allerdings gibt es darauf laut Verantwortlichen in den Bundesstaaten keine Hinweise.

Zwei Tage nach der Präsidentenwahl hat Biden sehr gute Chancen auf einen Wahlsieg. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Republikaner Trump noch gewinnt, wurde dagegen deutlich geringer.

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Am frühen Donnerstagabend (MEZ) stellte sich die Lage wie folgt dar:

PENNSYLVANIA (20 Wahlleute):

Der Vorsprung für Trump schrumpft in dem Bundesstaat mit der anhaltenden Auszählung von Briefwahlstimmen. Zuletzt waren es bei einem Auszählungsstand von rund 92 Prozent 50,2 Prozent für Trump und 48,5 Prozent für Biden. Bis Freitagmorgen MEZ könnte ein Resultat vorliegen.

NORTH CAROLINA (15 Wahlleute):

Auch in dem Ostküsten-Staat gibt es noch keine Entscheidung. Bei einem Auszählungsstand von schätzungsweise 95 Prozent lag Trump mit 50,0 Prozent vor Biden (48,6 Prozent). In North Carolina werden auch noch Briefwahlstimmen gezählt, die bis zum 12. November eingehen.

GEORGIA (16 Wahlleute):

In dem Südstaat gibt es ein denkbar enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Trump führte dort mit 49,5 Prozent vor Biden mit 49,2 Prozent. Es standen nur noch rund 60 000 Stimmen zur Zählung aus. "Ich denke, wir sind uns alle einig, dass eine genaue und faire Zählung viel wichtiger ist als eine schnelle Zählung", sagte Gabriel Sterling, ein leitender Mitarbeiter des Wahlamtes. Er wollte sich nicht darauf festlegen, wann das Endergebnis vorliegen wird.

NEVADA (6 Wahlleute):

In Nevada führte Biden mit 49,5 Prozent der Stimmen knapp vor Trump (48,5 Prozent). Biden lag dort nach Auszählung von etwa 87 Prozent der Stimmzettel knapp 12 000 Stimmen vor Trump.

ARIZONA (11 Wahlleute):

In ARIZONA hielt das Trump-Lager am Donnerstag weiter die Hoffnung hoch, das Ergebnis für Biden noch kippen zu können. Die bei der Bekanntgabe von Ergebnissen sehr zurückhaltende AP hatte in Arizona bereits in der Wahlnacht eine Entscheidung für Biden gemeldet, ebenso der TV-Sender Fox. Am Donnerstag führte Biden bei einem Auszählungsstand von 86 Prozent mit 50,5 Prozent vor Trump mit 48,1 Prozent.

Updated 5. November 2020 21:14
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Biden baut Vorsprung in Nevada um wenige Tausend Stimmen aus

Im wichtigen US-Bundesstaat Nevada hat Trump-Herausforderer Joe Biden seinen knappen Vorsprung ausgebaut. Nach langem Stillstand bei der Meldung des Auszählungsstandes kamen am Donnerstag mehrere Tausend Stimmen hinzu.

Damit liegt der Demokrat nun knapp 12'000 Stimmen vor US-Präsident Donald Trump, das entspricht einem Prozentpunkt. Es wurden etwa 87 Prozent der Stimmen ausgezählt. Das Ergebnis in Nevada könnte wahlentscheidend für Biden werden.

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Zürcher Politologe: Oberstes Gericht wird sich mit Wahlausgang befassen

Der Zürcher Politologe Marco Steenbergen rechnet fest damit, dass sich am Ende das Oberste Gericht mit dem Ausgang der Präsidentschaftswahlen in den USA befassen muss. Dabei könnte der seit kurzem mehrheitlich konservative Supreme Court Donald Trump helfen.

Nach den Klagen von Trump und seinem Team gebe es mehrere Szenarien dafür, welche Rolle die Gerichte spielen werden, sagte der Politikwissenschafter in einem am Donnerstag auf dem Internetportal der Universität Zürich veröffentlichten Interview.

Erstens könne Trump die Gerichte nutzen, um die Auszählung der Stimmzettel zu stoppen, insbesondere in Pennsylvania.

"Die Gerichte kommen auch dann ins Spiel, wenn die Stimmen nicht bis Anfang Dezember vollständig ausgezählt und geprüft werden können, zum Beispiel weil der Gouverneur eines Bundesstaats von der einen Partei kontrolliert wird und die Legislative von der anderen", fuhr er fort. In solch einem Fall obliege es den Gerichten, den Ausgang der Wahlen zu ermitteln, was sehr unangenehm werden könne.

Es sei sehr wahrscheinlich, dass die Fälle letztlich vor dem Obersten Gerichtshof verhandelt würden wie bei der Wahl im Jahr 2000, als Al Gore gegen George W. Bush antrat. "Es wird Trump sicher nicht schaden, dass er drei der neun Richter ernannt hat, sodass nun in diesem Gremium eine klare konservative Mehrheit besteht", sagte Steenbergen zurückhaltend.

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Maricopa County in Phoenix.
Maricopa County in Phoenix.  
WählerInnen filmen und schreien vor einem Abstimmungsbüro in Detroit.
WählerInnen filmen und schreien vor einem Abstimmungsbüro in Detroit.  
Alle Stimmen sollen gezählt werden, forderten Demonstranten.
Alle Stimmen sollen gezählt werden, forderten Demonstranten.  

Wegen ungewissem Wahlausgang in den USA: Proteste auf allen Seiten

Angesicht eines ungewissen Ausgangs der Präsidentenwahl sind in mehreren US-Städten Menschen auf die Strasse gegangen. Dabei kam es Medienberichten zufolge teils zu heftigen Ausschreitungen.

Viele Trump-Anhänger demonstrierten für einen Stopp der Stimmauszählungen.

Biden-Anhänger forderten mehrheitlich, dass jede Stimme gezählt werden soll.

Mehrere Menschen trugen Waffen wie Automatikgewehre bei sich, wie eine CNN-Reporterin berichtete und auf Bildern zu sehen war.

In Portland im Bundesstaat Oregon wurden Schaufensterscheiben zerstört und eine grosse US-Flagge angezündet, wie auf Bildern zu sehen war. Die Polizei sprach von geladenen Waffen und Feuerwerkskörpern, die auf Polizisten geworfen worden seien.

Auch in New York kam es in der Nacht auf Mittwoch zu Zusammenstössen zwischen Demonstranten und Polizeibeamten. Die Polizei meldete, sie habe mehr als 20 Personen festgenommen.

Updated 5. November 2020 18:33
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Justizminister in Pennsylvania zu Trump: "Wahlkampf ist vorbei"

Der Justizminister des bei der US-Präsidentenwahl heftig umkämpften Bundesstaates Pennsylvania hat Forderungen von Präsident Donald Trump zum Stopp der Auszählung zurückgewiesen.
"Das Erste, was ich sage, ist, dass der Wahlkampf vorbei ist", sagte der Demokrat Josh Shapiro am Donnerstag im Interview mit dem TV-Sender CNN. Die Auszählung der Briefwahlstimmen werde trotz wiederholter Beschwerden des Wahlkampfteams von Trump weitergehen. "Wir werden sicherstellen, dass alle diese Stimmen geschützt und gezählt werden."
Justizminister des Bundesstaates Pennsylvania, Josh Shapiro (Archivbild)
Justizminister des Bundesstaates Pennsylvania, Josh Shapiro (Archivbild)  
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Hängepartie im Weissen Haus lässt Europas Anleger kalt

Europas Anleger lassen sich von der Hängepartie im Rennen um das Weisse Haus nicht verunsichern, auch wenn gerichtliche Auseinandersetzung zu den Wahlergebnissen drohen. Der Markt setzt auf einen Wahlsieg des Demokraten und Trump-Herausforderers Joe Biden mit dem Senat in republikanischer Hand.

Nach dem Rally der letzten Tage legten die wichtigsten europäischen Indizes am Donnerstag weiter zu. In Frankfurt gewann der Dax 2,0 Prozent, in Paris rückte der CAC40 um 1,2 Prozent vor und in London gewann der FTSE 100 0,3 Prozent. Nach oben ging es bis Handelshälfte auch mit dem US-Leitindex Dow Jones, der um 2,0 Prozent zulegte.

Der Schweizer Markt konnte da nicht mithalten. Der Swiss Market Index (SMI) gewann lediglich 0,2 Prozent auf 10'306 Punkte. Gebremst wurde er von den Abgaben der defensiven Schwergewichte Nestlé (-1,2%), Novartis und Roche (je -0,7%).

Die Grossbanken UBS (+1,6%) und Credit Suisse (+2,2%), Techaktien wie Logitech (+4,6%) oder Zykliker wie Richemont (+3,1%) verteuerten sich hingegen stark.

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Resultat aus Nevada wohl erst am Freitag

Das Endergebnis der Wahl könnte sich weiter verzögern. Bidens Wahlkampfmanagerin sagt, bei der Auszählung in Nevada werde es frühestens am Freitag Klarheit geben. Zudem wurde die Auszählung der Briefwahl-Stimmen in Philadelphia im Bundesstaat Pennsylvania gestoppt.

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Spannung in Georgia: Vorsprung Trumps in Georgia schrumpft

Gemäss dem TV-Sender CNN schrumpft der Vorsprung, welchen Donald Trump in Georgia auf Joe Biden hatte.
In Prozenten liegt Trump mit 49.5 Prozent knapp vor Biden, der auf 49.2 Prozent kommt.

Die im Staat noch offenen Stimmen kommen vor allem aus Counties, die bislang mit teilweise grosser Mehrheit für Biden gestimmt haben. Dazu gehören die Gebiete um die Metropole Atlanta.



Im  Bundesstaat Georgia ist das Rennen äusserts spannend. Der Staat ist wichtig, weil 16 Wahlleute zu holen sind (Bild aus Atlanta, Georgia)
Im  Bundesstaat Georgia ist das Rennen äusserts spannend. Der Staat ist wichtig, weil 16 Wahlleute zu holen sind (Bild aus Atlanta, Georgia)  
Updated 5. November 2020 17:55
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Noch 60'000 Stimmen in Georgia offen

Bei der Stimmauszählung der US-Präsidentenwahl im extrem engen Rennen im Bundesstaat Georgia haben die Behörden Ruhe angemahnt.

Noch stünden etwa 60 000 Stimmen aus, die das Präsidentschaftsrennen für Präsident Donald Trump oder Herausforderer Joe Biden beeinflussen könnten. "Ich denke, wir sind uns alle einig, dass eine genaue und faire Zählung viel wichtiger ist als eine schnelle Zählung", sagte Gabriel Sterling, ein Mitarbeiter des Staatssekretärs in Georgia, am Donnerstag.

Sterling wollte sich nicht darauf festlegen, wann Endergebnisse vorliegen. Es scheint möglich, dass Trump seinen momentanen Vorsprung von weniger als 20 000 Stimmen noch verlieren könnte.

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Donald Trump will in allen Staaten, die Joe Biden bislang gewonnen hat, Klage wegen Wahlbetrugs einreichen:

Twitter versah Trumps Tweet mit einem Warnhinweis.

Updated 5. November 2020 17:59
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Noch offene Staaten


  1. Georgia (16 Wahlleute)
  2. North Carolina (15 Wahlleute)
  3. Pennsylwania (20 Wahlleute)
  4. Nevada (6 Wahlleute)
  5. Alaska (3 Wahlleute)
  6. Arizona (11 Wahlleute) -> Die Nachrichtenagentur AP hat diesen Staat bereits Joe Biden zugeschlagen. Die TV-Sender CNN und NBC zählen den Staat noch nicht mit.

Je nach zählweise fehlen dem Kandidaten Joe Biden also noch sechs oder 17 Wahlleute, um der nächste Präsident der USA zu werden.


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Ein Wahlhelfer zählt die Stimmzettel in einer Turnhalle der West Chester University in West Chester, Pennsylvania.
Ein Wahlhelfer zählt die Stimmzettel in einer Turnhalle der West Chester University in West Chester, Pennsylvania.  
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Trumps Wahlkampfteam kündet Erklärung an

Das Wahlkampfteam von Donald Trump will um 17.30 Uhr Schweizer Zeit eine Erklärung abgeben.
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Trump fordert immer noch, das Auszählen zu stoppen

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Ein Demonstrant zündet in Portland (Oregon) eine amerikanische Fahne an.
Ein Demonstrant zündet in Portland (Oregon) eine amerikanische Fahne an.  

Teils gewaltsame Proteste rund um die Stimmenauszählung

Rund um die Auszählung der Wahlstimmen in den USA ist es in mehreren Städten zu teils gewaltsamen Protesten gekommen.

In Portland im Bundesstaat Oregon gab es am Mittwochabend (Ortszeit) Ausschreitungen am Rande einer Demonstration. Zahlreiche Menschen forderten dort, jede Stimme zu zählen. Laut Medienberichten wurden Schaufensterscheiben zerstört. Die Polizei sprach von geladenen Waffen und Feuerwerkskörpern, die auf Polizisten geworfen worden seien. Auch die Nationalgarde sei aktiviert worden.

In New York City kam es nach einem Bericht der "New York Times" zu Zusammenstössen zwischen Demonstranten und Polizeibeamten. Die Polizei meldete, sie habe mehr als 20 Personen festgenommen, die einen friedlichen Protest hätten kapern wollen.

Auch in Phoenix im Bundesstaat Arizona versammelten sich am Mittwochabend (Ortszeit) mehrere Dutzend Demonstranten vor einem Behördengebäude, in dem Stimmen ausgezählt wurden, wie auf Bildern des Fernsehsenders CNN zu sehen ist.

Einer CNN-Reporterin zufolge forderten einige den Stopp der Auszählung. Andere wollten dagegen, dass alle Stimmen gezählt werden. Einige hätten Waffen wie Automatikgewehre dabei gehabt.

Die Polizei überwacht die Demonstration in Portland (Oregon).
Die Polizei überwacht die Demonstration in Portland (Oregon).  
Updated 5. November 2020 14:03
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Nächstes Update zu Wahlergebnis erst am Donnerstag

Der Bundesstaat Nevada, der die US-Präsidentenwahl entscheiden könnte, will erst am Donnerstagabend Schweizer Zeit wieder frische Informationen zum Stand der Auszählung veröffentlichen.
Die Behörden verwiesen am Mittwoch (Ortszeit) darauf, dass noch rechtzeitig per Post verschickte Stimmzettel gültig seien, die bis zum späten Nachmittag am 10. November eintreffen. Updates zum Stand des Rennens solle es ab Donnerstag täglich um 9.00 Uhr Ortszeit (18.00 Uhr MEZ) geben.

Gemäss dem aktuellen Stand der Auszählung führt der demokratische Herausforderer Joe Biden knapp vor Amtsinhaber Donald Trump mit 49,33 zu 48,69 Prozent. 

Nach den bisherigen Berechnungen der Nachrichtenagentur AP auf Basis von Wählerbefragungen und erster Stimmauszählungen in den Bundesstaaten kommt Biden insgesamt auf 264 der für einen Sieg nötigen Stimmen von 270 Wahlleuten. Nevada mit seinen sechs Wahlleuten könnte ihm eine Punktlandung bescheren.
In den Berechnungen von AP sind auch die Ergebnisse in Georgia, North Carolina und Pennsylvania noch offen. Biden reicht demnach der Sieg in einem weiteren Bundesstaat, Trump müsste sie alle gewinnen.

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Trump reicht in Georgia weitere Klage ein

Donald Trump versucht nun auch im Bundesstaat Georgia, ein Gericht in die Auszählung der Stimmen bei der Präsidentenwahl eingreifen zu lassen. Der Präsident und die Republikanische Partei reichten am Mittwoch (Ortszeit) eine Klage im Chatham County des Bundesstaates ein. Darin forderten sie, das Gericht solle in dem Bezirk für eine strikte Abtrennung von Briefwahlunterlagen sorgen, die nach dem Ende der Stimmabgabe am Dienstagabend eintrafen.

Trumps Wahlkampfteam begründete den Schritt damit, dass laut einem Beobachter 53 Stimmzettel illegal zum Stapel rechtzeitig eingetroffener Wahlunterlagen hinzugefügt worden seien. In Georgia dürfen - anders als in mehreren anderen Bundesstaaten - per Post verschickte Stimmzettel nur ausgezählt werden, wenn sie vor Schliessung der Wahllokale eintrafen.

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Trump beansprucht Sieg in umkämpften Bundesstaaten für sich

Präsident Donald Trump will seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden bei der US-Wahl in vier umkämpften Bundesstaaten mit grossem Vorsprung geschlagen haben. Er liege in Pennsylvania, Georgia, North Carolina deutlich vorne und in Michigan sei eine "grosse Anzahl" Stimmzettel heimlich weggeschmissen worden, schrieb Trump am Mittwoch auf Twitter. Die Plattform versah Trumps Nachrichten umgehend mit Warnhinweisen.

In Pennsylvania, Georgia und North Carolina dauerte die Auszählung am Mittwochabend (Ortszeit) noch an. Den Bundesstaat Michigan hingegen gewann nach Angaben der Sender CNN und NBC der Demokrat Biden. Nach den bisherigen Auszählungsergebnissen schien Trump in Georgia und North Carolina knapp in Führung zu liegen. In Pennsylvania ergab sich ein ähnliches Bild. Experten gingen aber davon aus, dass Biden dort wegen der zahlreichen noch auszuzählenden Briefwahlstimmen Trump durchaus noch überholen könnte.

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264 oder 243 Wahlmänner für Biden?

Biden stand am Mittwochnachmittag (Ortszeit) laut CNN und NBC bei 253 Wahlleuten. Die Sender hatten aber anders als andere Medien und die Nachrichtenagentur AP den Staat Arizona mit elf Wahlleuten noch nicht den Demokraten zugeschlagen. Damit läge er bei 264 Wahlleuten.

Updated 4. November 2020 23:12
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Biden: Haben genug Stimmen für Präsidentschaft

Joe Biden bei einer Rede am Mittwoch in Wilmington, Delawar.
Joe Biden bei einer Rede am Mittwoch in Wilmington, Delawar.  
Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden geht von einem Sieg bei der US-Wahl aus. "Jetzt, nach einer langen Nacht des Zählens ist es klar, dass wir genug Staaten gewinnen, um 270 Wahlstimmen zu erreichen, die erforderlich sind, um die Präsidentschaft zu gewinnen", sagte Biden am Mittwoch in Wilmington (Delaware).
Er betonte dabei, dass er den Sieg noch nicht offiziell für sich reklamieren wolle. Doch sein Team glaube, dass er die Abstimmung gewonnen habe.
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Biden holt wohl Michigan - 16 Wahlleute

Bei der US-Präsidentenwahl hat der demokratische Kandidat Joe Biden den wichtigen Bundesstaat Michigan mit 16 Wahlleuten nach Prognosen von Fernsehsendern für sich entschieden.

Quelle: übereinstimmende Vorhersagen der Sender CNN und NBC auf Grundlage von Wählerbefragungen und Stimmauszählungen hervor. Die Nachrichtenagentur AP meldete zunächst noch keinen Gewinner.
Updated 4. November 2020 22:29
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Trump ergreift weitere rechtliche Schritte in Pennsylvania

US-Präsident Donald Trump greift zu weiteren rechtlichen Schritten im Ringen um die Auszählung der Wählerstimmen im umkämpften Bundesstaat Pennsylvania.
Trumps Wahlkampfteam forderte in einer am Mittwoch eingereichten Klage unter anderem, dort die weitere Auszählung der Stimmen auszusetzen, bis ihre Wahlbeobachter besseren Zugang dazu bekommen.
Auch geht die Trump-Seite in einer weiteren Klage erneut dagegen vor, dass noch per Brief verschickte Stimmzettel gezählt werden sollen, die bis Freitagnachmittag bei der Wahlkommission eingehen.
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Biden erhält mehr Stimmen als Obama 2008

Bei den absoluten Stimmen für die Präsidentschaftswahl in den USA hat der demokratische Kandidat Joe Biden den bisherigen Höchstwert übertroffen, den Barack Obama bei der Wahl 2008 aufgestellt hat. Nach Erhebungen der Nachrichtenagentur AP, der "New York Times" und weiterer Medien kam Obamas ehemaliger Vizepräsident auf mehr als 70 Millionen Stimmen. Für Obama stimmten bei seiner ersten Wahl 2008 rund 69,5 Millionen Amerikaner.
Barack Obama und Joe Biden.
Barack Obama und Joe Biden.  
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Wahlbeobachter der OSZE rügen Trump

Die Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa haben US-Präsident Donald Trump für seinen Versuch gerügt, die Stimmenauszählung bei der Präsidentenwahl zu stören.

"Nach einem so hochdynamischen Wahlkampf ist es eine grundlegende Verpflichtung aller Teile der Regierung sicherzustellen, dass jede Stimme gezählt wird", sagte der deutsche Leiter der OSZE-Mission, Michael Link, am Mittwochabend in Washington bei der Vorstellung eines Zwischenberichts.

"Unbegründete Vorwürfe systematischer Mängel - insbesondere die vom amtierenden Präsidenten unter anderem in der Wahlnacht geäusserten - schaden dem Vertrauen der Öffentlichkeit in demokratische Institutionen."

Die Auszählung der Stimmen dauere noch an und sollte in Übereinstimmung mit den Gesetzen und den OSZE-Verpflichtungen der USA fortgeführt werden, sagte Link. "Niemand - kein Politiker, kein gewählter Vertreter - sollte das Recht des Volkes zu wählen einschränken."

Michael Link, der deutsche Leiter der OSZE-Mission.
Michael Link, der deutsche Leiter der OSZE-Mission.  
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Beide Seiten sammeln Geld für Rechtsstrei

Joe Bidens Wahlkampfteam sammelt im Internet Geld für den erwarteten Rechtsstreit um den Ausgang der Präsidentschaftswahl. Auch das Trump-Team bittet Anhänger um Geld für eine juristische Auseinandersetzung.

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Trump klagt gegen weitere Stimmauszählung in Michigan (Wahlkampfteam)

Trump hat am Mittwoch angekündigt, er wolle sich an den Supreme Court, den Obersten Gerichtshof der USA, wenden, um seine Ansprüche auf den Wahlsieg durchzusetzen.

Updated 4. November 2020 20:21
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Demokrat Biden siegt im US-Bundesstaat Wisconsin


Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat den umkämpften Bundesstaat Wisconsin gewonnen und sich damit zehn Wahlleute gesichert.
Quelle: Nachrichtenagentur AP gemäss Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen.
Updated 4. November 2020 20:20
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Trump sichert sich weitere Wahlperson in Maine

US-Präsident Donald Trump hat sich bei der US-Wahl im Bundesstaat Maine eine weitere Stimme der Wahlleute gesichert.

In dem Bundesstaat am nordöstlichsten Zipfel der USA gehen wie in Nebraska nicht alle Wahlleute komplett an den Gewinner. Neben zwei Wahlleuten, die auf dem Gesamtergebnis des Staates basieren, werden dort zwei weitere Wahlpersonen auf Basis der Ergebnisse in einzelnen Wahlbezirken bestimmt.

Der 2. Distrikt ging nun an Trump - zuvor hatte sich Herausforderer Joe Biden AP zufolge die übrigen drei Wahlleute gesichert. Um Präsident zu werden, braucht ein Kandidat die Stimmen von mindestens 270 Wahlleuten.

Quelle: Nachrichtenagentur AP gemäss Wählerbefragungen und Stimmauszählungen.

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Republikaner erwägen Neuauszählung in Wisconsin

Das Wahlkampfteam von US-Präsident Donald Trump will möglicherweise eine Neuauszählung der Stimmen im hart umkämpften US-Staat Wisconsin beantragen. Wahlkampfmanager Bill Stepien kritisierte in einer schriftlichen Erklärung am Mittwoch, in mehreren Bezirken in Wisconsin sei es zu "Unregelmässigkeiten" gekommen, "die ernsthafte Zweifel an der Gültigkeit der Ergebnisse wecken".

Trotz einer weitgehenden Auszählung der Stimmen zur Präsidentschaftswahl verzögerte sich am Mittwoch die Bekanntgabe des Ergebnisses in Wisconsin. Es gebe nur zwei kleine Ortschaften mit zusammen 600 Einwohnern, deren Stimmen noch nicht erfasst seien, teilte die Wahlkommission von Wisconsin mit. Eine Mitarbeiterin der Kommission sagte dem Fernsehsender CNN, die Stimmen würden auf Bezirksebene und im ganzen Staat doppelt geprüft, um Fehler auszuschliessen.

Auch Fernsehsender und die Nachrichtenagentur AP verzichteten zunächst darauf, einen Wahlsieger für Wisconsin bekanntzugeben. Die bisherige Auszählung zeigt ein so knappes Ergebnis, dass wenige Stimmen noch für eine Veränderung sorgen könnten. Nach Auszählung von etwa 97 Prozent der Stimmen führte der demokratische Kandidat Joe Biden demnach mit 49,4 Prozent vor dem republikanischen Amtsinhaber Trump mit 48,8 Prozent.

Der Bundesstaat im Nordosten der USA hat zehn Wahlleute zu vergeben. 2016 konnte Trump in Wisconsin eine knappe Mehrheit von 0,7 Prozentpunkte erringen.

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Senator Bernie Sanders hat die Ereignisse quasi vorhergesehen

Das folgende Interview entstand am 23. Oktober
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Die Statistik-Website fasst zusammen, was über die noch ausstehenden Staaten bekannt ist

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Trump schimpft auf Twitter über Stimmenauszählung

Präsident Donald Trump hat nach der US-Wahl massive Betrugsvorwürfe erhoben. Im umkämpften Bundesstaat Pennsylvania werde "hart daran gearbeitet", schnell eine halbe Million Stimmen "verschwinden zu lassen", behauptete Trump am Mittwoch auf Twitter. Gleiches geschehe auch im Bundesstaat Michigan und anderen, schrieb er weiter.Trump führte für seine Behauptung keine Beweise an.

Experten und wissenschaftlichen Studien zufolge ist Wahlbetrug in den USA extrem selten. Twitter versah mehrere Nachrichten Trumps umgehen mit einem Warnhinweis und schränkte damit auch die Möglichkeit der Weiterverbreitung der Tweets ein.

Die Auszählung zieht sich wegen des hohen Briefwahlanteils hin. Bei den Briefwählern hat Biden nach Umfragen einen Vorteil gegenüber Trump. Insgesamt zeichnete sich bei der Wahl am Mittwoch ein sehr knappes Rennen zwischen Biden und Trump ab.

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Kursanstieg an Schweizer Börse

Die Schweizer Börse hat trotz dem offenen Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen kräftig angezogen. Der SMI stieg um 2,8 Prozent auf 10'286 Punkte. Das ist das grösste Tagesplus seit Ende März, als das Bluechip-Barometer um 7 Prozent hochgeschossen war.

Massgeblich für den Sprung war in erster Linie die Pharmaindustrie: Roche gewann 5,4 Prozent und Novartis 3,5 Prozent. Angesichts einer möglichen zweiten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump griffen Anleger nach Pharma- und Gesundheitswerten. Sie setzten darauf, dass unter dem Republikaner der weltweit grösste Gesundheitsmarkt weniger stark reguliert würde als unter dem demokratischen Herausforderer Joe Biden.

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Der Kartoonist Chapatte hat seinen Beitrag bereits bereit:
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Trump twittert: "Schlecht für unser Land"
Updated 4. November 2020 18:00
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Dax legt trotz ungewissen US-Wahlausgangs zu

Ungeachtet des weiterhin ungewissen Wahlausgangs in den USA hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch kräftig zugelegt. Befürchtungen über eine neuerliche Talfahrt der Börsen wegen eines unklaren und daher mit Unsicherheit behafteten Wahlergebnisses bewahrheiteten sich vorerst nicht.

Marktexperten warnen dennoch: Die Schwankungen an den Aktienmärkten werden so lange hoch bleiben, bis wirklich klar ist, wer der neue US-Präsident ist.

Der Dax schüttelte seine Anfangsverluste ab und gewann letztlich 1,95 Prozent auf 12 324,22 Punkte. Der MDax der mittelgrossen Werte stieg um 2,52 Prozent auf 27 241,37 Punkte. Europaweit und auch in den USA ging es ebenfalls deutlich nach oben.

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Mitch McConnell: "Offen, wer US-Präsident wird"

Der Mehrheitsführer der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, hält die Präsidentenwahl in den USA noch nicht für entschieden. Das Land werde bald sehen, wie die Entscheidung der Wähler ausgefallen sei, sagte der Vertraute von Amtsinhaber Donald Trump vor Journalisten. "Wir wissen noch nicht, wer das Rennen um die Präsidentschaft gewonnen hat", sagte er.

Der Republikaner Trump hatte sich in der Nacht zum Sieger erklärt, obwohl die Auszählung der Stimmen in mehreren Bundesstaaten noch andauert. Alles deutet auf ein sehr knappes Rennen hin zwischen Trump und seinem Herausforderer, dem Demokraten Joe Biden.

Laut dem Mehrheitsführer der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, ist die US-Präsidentenwahl noch nicht entschieden.
Laut dem Mehrheitsführer der Republikaner im Senat, Mitch McConnell, ist die US-Präsidentenwahl noch nicht entschieden.  
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Maas fordert Geduld mit USA

Der deutsche Aussenminister Heiko Maas fordert Geduld im Umgang mit den USA nach der Wahl, mahnt aber auch einen "ordnungsgemässen" Abschluss an. 
Er setze darauf, dass die USA eine starke Demokratie seien. "Die Institutionen des Landes und der Rechtsstaat mit seinen 'Checks und Balances' haben in der Vergangenheit schon mehrfach unter Beweis gestellt, dass sie auch in schwierigen Situationen funktionieren und kritische Fragen im Sinne demokratischer Prinzipien klären können", sagt Maas in Anspielung auf mögliche juristische Auseinandersetzungen.
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Biden baut Führung in Michigan aus
Im umstrittenen Staat Michigan verfestigt sich die Führung von Joe Biden. Der Demokrat und Herausforderer von US-Präsident Donald Trump kommt nach Auszählung von 92 Prozent der Wählerstimmen nun auf 49,5 Prozent. Der Republikaner Trump liegt bei 48,9 Prozent.

Quelle: Nachrichtenagentur Reuters und Edison Research
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Twitter versieht Tweets von Trump mit Warnhinweisen

Der Internetdienst Twitter versah einzelne Tweets von Trump mit Warnhinweisen wegen "möglicherweise irreführender" Aussagen.
So etwa jenen, in welchem Trump davon sprach, dass die Demokraten den Sieg stehlen würden.
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Pennsylvania: Zehn mal mehr Briefstimmen als vor vier Jahren

Staatssekretärin Kathy Boockvar teilte mit, die Zahl der in Pennsylvania über Briefwahl abgegebenen Stimmen sei mit 2,5 bis 3 Millionen zehn Mal so hoch wie bei der Wahl vor vier Jahren.

"Wir nähern uns einer Auszählung von 50 Prozent der Briefwahlstimmen", sagte sie am Mittwoch.

In dem zwischen Demokraten und Republikanern hart umkämpften Staat lag Amtsinhaber Donald Trump am Mittwochnachmittag mit rund zehn Prozentpunkten vorn. Analysten gingen aber davon aus, dass die noch offenen, vor allem über Brief abgegebenen Stimmen mehrheitlich auf Bidens Konto einzahlen dürften.

Updated 4. November 2020 17:21
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Langsames Auszählen in Pennsylvania: "Stresstest für die Demokratie"


Der Gouverneur im US-Staat Pennsylvania, Tom Wolf, hat die langsame Auszählung der Stimmen zur Präsidentschaftswahl als einen "Stresstest für die Demokratie" bezeichnet. Er werde alles tun um sicherzustellen, dass jede Stimme in seinem Bundesstaat gezählt werde.

An die Bürgerinnen und Bürger gerichtet sagte Wolf: "Eure Stimme macht bei dieser Wahl einen Unterschied aus." Er werde sich gegen jeden Versuch stellen, die Wahl in Pennsylvania anzugreifen.

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Der Schweizer Komiker Dominic Deville hat einen entspannenden Livestream aus Philadelphia City gefunden

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OSZE-Beobachter und Ständerat Josef Dittli bezeichnet Trumps Verhalten als unverantwortlich

Der OSZE-Wahlbeobachter und Ständerat Josef Dittli (FDP/UR) sagte, Trump schüre Unruhe. Der amtierende US-Präsident hatte in einer Rede in der Wahlnacht den Wahlsieg für sich reklamiert, obwohl das Ergebnis noch nicht feststeht.

Mit seiner verfrühten Siegeserklärung giesse Trump unnötigerweise Öl ins Feuer, sagte Dittli am Mittwoch gegenüber Schweizer Radio SRF.

Damit erhöhe der Präsident die Gefahr von Ausschreitungen. Dittli weilt seit Montag als internationaler Wahlbeobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in den USA. Dabei beobachtete er Wahlvorgänge in Maryland und Washington D. C.

Trump wirft den Demokraten vor, die Wahl "stehlen" zu wollen. "Wir haben diese Wahl gewonnen", sagte er in einer Ansprache im Weissen Haus vor jubelnden Anhängern. Er kündigte an, eine weitere Auszählung von Stimmen durch das Oberste Gericht stoppen zu lassen. Der Ausgang der Wahl war am Mittwoch in mehreren wichtigen Bundesstaaten noch offen.

Ständerat Josef Dittli ist als Wahlbeobachter in den USA.
Ständerat Josef Dittli ist als Wahlbeobachter in den USA.  
Updated 4. November 2020 16:45
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Positive Zeichen für Biden mehren sich

Am Mittwochmorgen (Ortszeit) haben sich bei der Auszählung der Präsidentschaftswahl die positiven Zeichen für Joe Biden gemehrt.

Nach einem Sieg in Arizona lag er auch in Nevada und Wisconsin gut im Rennen.Auch in Michigan gab es eine leichte Tendenz für Biden. Bis zum Ende des Mittwochs (Ortszeit) könnte es ein klares Bild geben.

Mit diesen vier Staaten hätte Biden voraussichtlich auch ohne Pennsylvania die nötige Mehrheit von 270 Wahlleuten.

In Pennsylvania stand noch die Auszählung von mehr als einer Million abgegebener Stimmen aus. Auch in Georgia und mit einigem Abstand North Carolina hat Biden noch geringe Chancen auf Überraschungen in letzter Minute.

Die positiven Zeichen für den Demokraten Joe Biden mehren sich.
Die positiven Zeichen für den Demokraten Joe Biden mehren sich.  
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